Häufige Fragen und Antworten (FAQs)
Hier finden Sie die Antworten zu häufig gestellten Fragen:
Warum wird die Fußgängerzone umgestaltet?
Die Altstadt wird fit für die Zukunft gemacht. Auslöser für eine Umgestaltung war die die Steigerung der Attraktivität unter Anpassung der Verkehrsanlagen an den aktuellen Stand der Technik, sowie die Erneuerung der veralteten Ver- und Entsorgungsleitungen im Bereich der Fußgängerzone. Und da dafür in der Fußgängerzone bereits gebuddelt werden musste, konnte die Vision Wirklichkeit werden, dass Warendorf zukünftig eine attraktive, barrierearme und hochwertig gestaltete Fußgängerzone mit sehr guter Aufenthaltsqualität bekommt.
Was verbessert sich nach der Umgestaltung?
Nach Abschluss der Arbeiten wird unsere Innenstadt spürbar aufgewertet. Neue, hochwertige Oberflächen sorgen für ein einheitliches und modernes Erscheinungsbild und machen das Zu-Fuß-Gehen und das Fahrradfahren angenehmer – auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
Zusätzliche Bänke, mehr Aufenthaltsbereiche und neue Treffpunkte laden dazu ein, länger zu bleiben statt nur schnell etwas zu erledigen. Gleichzeitig werden neue Bäume gepflanzt und bestehende Grünflächen ergänzt. Sie spenden Schatten und machen die Innenstadt insgesamt lebendiger und angenehmer.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Klima: Geplante Wasserspiele sorgen an warmen Tagen für Abkühlung und erhöhen die Aufenthaltsqualität. Zusammen mit den neuen Baumstandorten trägt das dazu bei, dass sich die Innenstadt auch im Sommer deutlich angenehmer anfühlt.
Insgesamt entsteht so ein Ort, an dem man sich gerne aufhält – zum Einkaufen, zum Treffen oder einfach zum Genießen der Zeit in der Stadt.
Warum dauert die Baustelle so lange?
Die Arbeiten laufen in 3 Phasen ab und jede einzelne Phase beinhaltet mehrere komplexe Arbeitsschritte. In der ersten Phase wurden die veralteten Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert, diese ist bereits 2025 abgeschlossen worden. In der zweiten Phase werden die Leitungen für die EmsWärme verlegt und in der dritten folgt der Endausbau., also die Neugestaltung des Pflasters sowie der Ausstattungselemente. Die Phasen 2 und 3 laufen derzeit parallel und müssen zeitlich und örtlich sehr gut aufeinander abgestimmt werden, damit insbesondere auch in Notfällen die Rettungswege frei sind.
Was ist die EmsWärme-Baustelle?
Die Wärmeversorgung in Warendorf soll unabhängiger und klimafreundlicher werden. Dafür steht die EmsWärme. EmsWärme ist eine neue Art der Energieversorgung in Warendorf. Sie ist nachhaltig, kommt aus der Region und ist auf die Zukunft ausgerichtet. Die Wärme wird dabei direkt aus dem Wasser der Ems gewonnen. Mit moderner Technik wird sie nutzbar gemacht und anschließend als umweltfreundliche Wärme in Häuser und Gebäude geleitet. Damit die Wärme in die Altstadt gelangt, werden entsprechende Leitungen in der Fußgängerzone verlegt. Weitere Infos finden Sie bei den Stadtwerken Warendorf: EmsWärme Warendorf
Warum sieht es manchmal so aus, als passiere tagelang nichts?
Auf der Baustelle arbeiten verschiedene Gewerke nacheinander, zum Beispiel Tiefbau, Rohrleitungsbau, Isolierung, Prüfung und Verfüllung. Diese Arbeitsschritte müssen technisch und organisatorisch genau aufeinander abgestimmt werden. Daher wird an zwei Abschnitten abwechselnd mit den verschiedenen aufeinanderfolgenden Gewerken gearbeitet. So entsteht manchmal der Eindruck, dass an einem Teil der Baustelle nicht gearbeitet wird.
Warum werden Baugruben mehrmals geöffnet und wieder geschlossen?
Damit Feuerwehr und Rettungsdienst die Altstadt trotz Bauarbeiten erreichen können, wird der Bereich zwischen den Arbeitsschritten wieder in einen befahrbaren Zustand gebracht. Das dient der Sicherheit und ist bei den engen Platzverhältnissen in der Altstadt besonders wichtig.
Was ist der Endausbau „Achtung - jetzt wird’s schön“?
Damit ist der endgültige Ausbau der Fußgängerzone gemeint. Dazu gehören unter anderem der Ausbau der Pflasterflächen, Straßenränder, das Pflanzen von Bäumen, Aufstellen von Beleuchtung, Bänken, Spielgeräten und Herstellung von Grünflächen.
Warum sind die Bauabschnitte für den Endausbau so lang?
Für den Endausbau werden sehr lange Arbeitsfelder benötigt, etwa für Unterbau, Pflaster und spezielle Schichten im Straßenaufbau. Um die Bauabschnitte möglichst effizient und kostengünstig umzusetzen, werden besonders große Maschinen eingesetzt.
Wie läuft der Endausbau ab?
Auch der Endausbau erfolgt in unterschiedlichen Phasen: zunächst wird der Unterbau (alles unterhalb des Pflasters) entsprechend eines festgesetzten Aufbaus hergestellt. Zudem werden die Pflanzgruben für die zukünftigen Straßenbäume erstellt. Danach erfolgt Einbau der Rinnen und des taktilen Leitsystems für seheingeschränkte Personen. Diese verlaufen einseitig entlang des zukünftigen Zentralbereichs. Dann werden beidseitig die Straßensäume von der Hauskante bis zur Rinne in ungebundener Bauweise (Erklärung siehe weiter unten) erstellt und gepflastert. Ebenfalls mit Aussparungen für die Straßenlaternen und weiteren vorgesehenen Elementen, zu denen beispielsweise die Fundamente für Spielgeräte, Bänke etc. gehören. Daran anschließend wird der Zentralbereich – also die Mitte zwischen den Rinnen – in einer so genannten gebundenen Bauweise (Erklärung siehe weiter unten) hergestellt. Neben einer klassischen Schotterschicht wird auch eine Drainasphaltschicht im Straßenunterbau hergestellt, auf die die späteren Pflastersteine mit Mörtel aufgebracht werden. Abschließend werden die Gestaltungelemente errichtet, zu denen die Spielgeräte, Bänke, Bücherschränke, Bäume und Beleuchtung gehören.
Was bedeutet gebundene und ungebundene Bauweise?
Gebundene Bauweise bedeutet, dass die Pflastersteine fest in einem Drain-Mörtelbett versetzt werden und die Fugen vollständig mit einem Pflasterfugenmörtel aufgefüllt werden.
Durch die gebundene Pflasterbauweise wird der Unterbau geschützt, da eine Auswaschung von Feinanteilen unter Verkehrsbelastung verhindert wird. Dadurch wird die Lebensdauer der darüberliegenden Pflasterdecke massiv verlängert.
Ungebundene Bauweise bedeutet, dass die Steine auf einem Bett aus Sand oder Splitt verlegt werden – ohne feste Verbindung. Das Wasser kann durch die Fugen ins Erdreich versickern, was gut für das Stadtklima und den natürlichen Wasserkreislauf ist.
Was ist Drainasphalt?
Drainasphalt ist eine besondere Art von Asphalt, der – anders als klassischer Asphalt – wasserdurchlässig ist. Das klingt erstmal widersprüchlich, funktioniert aber so:
Durch den schnellen Wasserabzug wird verhindert, dass sich Wasser im Aufbau staut und bei Frost gefriert. Frostaufbrüche und Risse im Belag werden so effektiv minimiert.
Warum wird nach jedem Arbeitsabschnitt/ Arbeitstag wieder ein befahrbarer Zustand (Schotterschicht) hergestellt?
Um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in den engen Gassen der Altstadt zu gewährleisten, müssen Feuerwehr und Rettungsdienst die Baufelder jederzeit befahren können. Darum ist es wichtig, dass nach jedem Arbeitsschritt/Arbeitstag der befahrbare Zustand hergestellt wird.
Sind die Geschäfte und Gastronomiebetriebe während der Bauzeit erreichbar?
Ja, die Erreichbarkeit der Geschäfte wird grundsätzlich gewährleistet. Die Zugänge zu den betroffenen Gebäuden werden so weit wie möglich offengehalten. Vor Ort wird die Wegeführung jeweils an die aktuelle Bauphase angepasst.
Kann ich die Fußgängerzone trotz Baustelle weiterhin besuchen?
Ja, Fußgängerinnen und Fußgänger können die Fußgängerzone weiterhin besuchen, da die Baustelle jederzeit passierbar bleibt. Manchmal ist kann zwar ein kleiner Umweg notwendig sein, aber die Fußgängerzone bleibt weiterhin erreichbar und die Geschäfte und Gastronomie freuen sich besonders über einen Besuch.
Komme ich als Anliegerin oder Anlieger zu Häusern und Geschäften?
Ja, die Baufirmen sind verpflichtet, den Zugang zu Häusern und Geschäften über Provisorien zu ermöglichen. In Einzelfällen kann es dabei kurzzeitig Einschränkungen geben. Sollten private Parkplätze während einzelner Bauphasen nicht erreichbar sein, erhalten die betroffenen Anlieger auf Anfrage einen Anwohnerparkausweis, der sie berechtigt, ausgewiesene Parkplätze im öffentlichen Raum zu nutzen. Anfragen sind hierzu an das Bürgerbüro der Stadt Warendorf zu stellen: https://www.warendorf.de/de/stadt/wichtige-anlaufstellen/buergerbuero/] .
Was muss ich als Anliegerin oder Anlieger während der Bauzeit beachten?
Wichtig ist, die jeweils aktuelle Wegeführung und mögliche Zufahrtsregelungen zu beachten. Eine Baustelle bringt es mit sich, dass es während einzelner Bauphasen zu Lärm, Staub und kurzfristigen Einschränkungen kommen kann. Hier bitten wir um Verständnis.
Wie werden Rettungseinsätze gewährleistet?
Rettungswege werden in enger Abstimmung mit der Feuerwehr freigehalten. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat dabei absoluten Vorrang.
Sind Lieferverkehr und Anlieferung weiterhin möglich?
Grundsätzlich ja, aber es kann zeitweise Einschränkungen geben.
Gibt es Umleitungen oder geänderte Wegeführungen?
Ja, je nach Bauabschnitt werden Wege und Zufahrten angepasst. Diese Informationen werden abschnittsbezogen durch Anliegerschreiben sowie Pressemitteilung in den Zeitungen unter www.warendorf.de veröffentlicht.
Wer ist Ansprechpartner bei Fragen, Schäden und konkreten Problemen vor Ort?
Das Quartiersbüro Altstadt Warendorf ist Ihr Ansprechpartner vor Ort. Von dort erfolgt die Weiterleitung an die zuständigen Ansprechpartner innerhalb der Stadtverwaltung bzw. der Stadtwerke Warendorf. Hier geht es zu den Öffnungszeiten und Kontaktdaten.