
Entwicklung Brinkhaus-GeländeAktuelle Entwicklung
Auf dem Brinkhaus-Gelände steht seit kurzem eine Anlage zum Brechen von Bauschutt. Das vorhandene mineralische Abbruchmaterial – wie zum Beispiel Beton, Ziegel, Steine – wird damit weiter zerkleinert. Dieser so genannte „Recycling-Bauschutt“ kann dann im Sinne der Kreislaufwirtschaft im Tiefbau, Straßen- und Landschaftsbau wiederverwertet werden.
An Halle 3 – ehemals die Halle zur Federaufbereitung – gehen die Abbrucharbeiten weiter. Die Außenfassade wurde abgenommen und die Entkernungsarbeiten sind fast abgeschlossen.
Einen Überblick über die aktuellen Abrissarbeiten geben die Fotos. Die Arbeiten sind im Zeitplan und werden im März abgeschlossen sein.
Halle 6 ist mittlerweile in großen Teilen abgerissen - die Luftbilder geben einen aktuellen Überblick.
Update November: Nachdem die Quabbe-Brücke abgebaut wurde, sind die Sanierungsarbeiten Anfang November wieder gestartet. Allerdings kam es zu einem Unfall mit einem Kipplaster. Ein Trecker-Anhänger in dem die Steine für die Sanierung transportiert werden, war bei Rangierarbeiten in die Ems gestürzt - siehe Fotos.
Das Ufer der Ems zwischen der Brücke am Marienheim und zwischen den Emsbrücken ist über die Jahre beschädigt und teilweise abgesackt. Darum muss es repariert werden. Das Wasser der Ems wurde für die vorbereitenden Arbeiten abgesenkt, wird derzeit aber bereits wieder angestaut.
Foto 1 zeigt den Blick vom Brinkhaus-Gelände auf das Südufer und die schadhafte Böschung nach der Absenkung des Wasserspiegels.
Foto 2 ist der Blick von der Brücke am Marienheim auf die Ems: das Wasser wird nun durch Rohre geleitet, damit die Baustellenfahrzeuge auf die südliche Uferseite fahren können.
Die weiteren Fotos zeigen, wie die Fische abgefischt wurden. Das war erforderlich, um sie vor dem niedrigen Wasserpegel zu schützen. Die Fische wurden durch Strom betäubt, eingesammelt und unterhalb des Wehrs/Teufelsbrücke wieder ausgesetzt. Die Fische erleiden durch die kurze Strombetäubung keinen Schaden.
Die Sanierungsarbeiten dauern voraussichtlich bis Dezember 2025.
Die Brücke über die Ems an der Straße „Quabbe“, hinter der alten Schule an der Klosterstraße, hat eine besondere Geschichte: in der Brinkhaus-Villa neben der Schule lebte bis 1946 der Fabrikant Fritz B. Brinkhaus. Damit er auf kürzestem Wege von seinem Wohnhaus auf das Werksgelände gelangen konnte, ließ er sich Anfang 1908 eine private Brücke über die Ems errichten. Die Brücke wurde vermutlich 1926 durch die genietete Eisen-/Stahlbrücke ersetzt, die damit fast 100 Jahre die Ems querte. Diese Brücke wurde 2025 abgebaut, bleibt aber voraussichtlich auch zukünftig auf dem Brinkhaus-Quartier sichtbar.
An nahezu gleicher Stelle wird es in Zukunft eine neue Fuß- und Radwegebrücke geben, die die Altstadt und Brinkhaus-Gelände verbindet.
Und was ist aktuell am Brückenstandort zu sehen? Es handelt sich um eine provisorische sogenannte „Rohrbrücke“. Diese wurde Anfang Oktober 2025 von der Warendorfer Energieversorgung (WEV) vorerst für die zukünftige Energieversorgung des neuen Stadtquartiers Brinkhaus errichtet.
Derzeit werden die Hallen 6 und 7 der ehemaligen Weberei abgerissen. Die Bilder zeigen, dass beim Abriss eine große Menge unterschiedlicher Materialien (Holz, Metalle, Kunststoffe, Beton usw.) zurückbleibt, die sortiert und – wenn möglich – recycelt werden.
Der Rückbau der alten Brinkhaus-Halle 12 (ehemals Energiezentrum – siehe “Blick in Halle 12”) erfolgte schneller als ursprünglich geplant.
Zudem konnte die Entrümpelung in nahezu allen Hallen abgeschlossen werden. Der Abriss der anderen Hallen (siehe rote Umrandung) erfolgt schrittweise und dauert mehrere Monate.
Mit dem Rückbau der Hallen ist gleichzeitig der Startschuss erfolgt für die zukünftige Entwicklung des Geländes hin zu einem zukunftsfähigen, lebenswerten Quartier mit Vorbildfunktion für zukünftiges und umweltverträgliches Bauen.
Zur Vorbereitung der Entwässerungsplanung für das künftige Brinkhaus-Quartier lässt die Stadt Warendorf in der 2. und 3. August-Woche Bodenuntersuchungen auf dem Gelände durchführen. Ziel ist es, weitere Informationen über die Grundwasserstände und die Versickerungsfähigkeit der Böden zu gewinnen.
Hintergrund ist die Entwicklung eines modernen Regenwassermanagements für das geplante Quartier. Starkregenereignisse und längere Trockenphasen werden in Zukunft häufiger auftreten. Anfallendes Regenwasser soll daher möglichst vor Ort zurückgehalten und genutzt werden, beispielsweise durch die sogenannte dezentrale Regenwasserbewirtschaftung (also die Nutzung und Rückhaltung von Regenwasser direkt auf dem Grundstück bzw. im Quartier).
Hierzu bieten sich unter anderem Dachbegrünungen und gestaltete Oberflächenräume als Möglichkeit zur Sammlung und Nutzung des Regenwassers an. In Trockenzeiten kann das Wasser dann zur Bewässerung genutzt werden. Bei Starkregen dienen sogenannte Retentionsräume (Flächen zur temporären Zwischenspeicherung von Regenwasser) der Rückhaltung, um Überflutungen zu vermeiden. Diese Elemente werden in das städtebauliche Konzept sowie in die Planung der Freianlagen integriert.
Um die Entwässerungsplanung erarbeiten zu können, hat die Stadt Warendorf in Abstimmung mit dem städtischen Abwasserbetrieb das geotechnische Büro con Terra aus Greven mit der Durchführung von Bodenuntersuchungen beauftragt. Dazu werden an verschiedenen Stellen auf dem Gelände Bohrungen bis in eine Tiefe von 6m vorgenommen.
Auf dem Gelände der ehemaligen Brinkhaus-Fabrik tut sich etwas: Ende Juli haben umfangreiche Bauarbeiten begonnen, die gleich zwei Projekte betreffen. Zum einen startet der Rückbau von sechs alten Industriehallen, zum anderen wird zeitgleich die gegenüberliegende Böschung der Ems saniert.
Straßensperrung ab 11. August
Damit beides reibungslos ablaufen kann, wird der Breuelweg ab Montag, 11. August 2025, für den Autoverkehr, Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Die Straße wird dann als Baustellenzufahrt für beide Projekte im Einbahnverkehr genutzt. Anwohner dürfen mit Ausnahmegenehmigung weiterhin mit dem Auto passieren. Eine Umleitung führt über den Sophienpark und die Emsseebrücke (siehe Foto Umleitung). Rettungsdienste können die Strecke im Einsatzfall weiterhin nutzen.
Was wird abgerissen?
Im ersten Schritt werden die Hallen entlang des Breuelwegs sowie im östlichen Teil des Geländes zurückgebaut. Dazu gehören unter anderem das frühere Hochregallager, Teile der ehemaligen Färberei sowie das alte Energiezentrum. Die Abbrucharbeiten betreffen zunächst nur die oberirdischen Gebäude – die Bodenplatten bleiben vorerst erhalten. Diese dienen als Arbeitsflächen für spätere Bauphasen und könnten möglicherweise auch für neue Bauprojekte weiterverwendet werden.
Abbruch mit Sorgfalt und Rücksicht
Bevor die Bagger anrollen, wird zunächst im Inneren der Hallen gearbeitet. Altlasten und Schadstoffe werden beseitigt, Materialien sortiert und wenn möglich recycelt. Der Rückbau selbst erfolgt schrittweise und unter Berücksichtigung des Natur- und Artenschutzes. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende 2025 abgeschlossen sein.
Erfahrenes Rückbauunternehmen beauftragt
Ein norddeutsches Fachunternehmen erhielt den Zuschlag für den Rückbau – es hatte sich gegen 18 weitere Bieter durchgesetzt. Die Arbeiten werden von Fachgutachtern begleitet, die unter anderem die Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsschutzstandards sowie die Statik des Rückbaus überwachen.
Auch am Emsufer wird gearbeitet
Parallel zum Rückbau wird zwischen der Brücke am Marienheim und den Emsbrücken das südliche Ufer der Ems saniert. Dafür muss in der Woche vom 10. bis 15. August der Wasserstand der Ems vorübergehend abgesenkt werden. Diese Maßnahme soll helfen, die Uferböschung langfristig zu stabilisieren.
Auch für das 1989 gebaute Energiezentrum mit Wasseraufbereitungsanlage ist der Abriss in 2025 geplant. Mit der auch „Umweltprojekt“ genannten Halle konnte die Firma Brinkhaus ihr Wasser ab 1990 in einem geschlossenen Kreislauf selbst reinigen und wieder für die Produktion verwenden. Mit dieser Öko-Projekt-Vorreiterrolle erhielt die Firma Fördermittel vom Bundesumweltministerium – siehe Zeitungsartikel vom 25.04.1989.
Unterhalb der Halle befindet sich teilweise ein alter, verfüllter Emsarm. Dazu hat es Bodenuntersuchungen gegeben. Im Ergebnis geht von diesem Altarm keine Gefahr aus, so dass keine aufwändigen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind. Ausführliche Informationen zu den Bodenuntersuchungen: https://www.altstadt-warendorf.de/altstadt-gestalten/entwicklung-brinkhaus-gelaende/was-bisher-geschah.
Die Lage des Altarms unter den im Rat beschlossenen städtebaulichen Entwurf ist auf dem letzten Bild zu sehen. Mit der geplanten Bebauung wird auf die betroffene Altlast reagiert. Der Großteil der betroffenen Fläche wird mit Bebauung erneut versiegelt. Dadurch wird das Ziel verfolgt, kostenaufwändige Maßnahmen im Zusammenhang mit der Altlast soweit wie möglich zu vermeiden.

24 Durchgänge mit 120 sehr zufriedenen Teilnehmenden – so sieht das rundum positive Fazit des Escape Room Brinkhaus aus, den die Stadtbücherei an den ersten drei Juli-Wochenenden in der alten Näherei ermöglicht hat. Ausgebucht waren die Veranstaltungen bereits am ersten Tag.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer meist zwischen 20 und 40 Jahren hatten oft auch einen familiären Bezug zur Firma Brinkhaus. Einige Teilnehmende erkannten altes Gerät wie die Zeiterfassung wieder und konnten in Erinnerungen schwelgen.
Lisa Woitschikowski und Io Volkmer, die sich die Rätsel ausgedacht hatten, konnten sich über durchweg positive Rückmeldungen freuen. Beide hatten erstmalig einen Escape Room selber entwickelt und waren gespannt, ob die Aufgaben zu leicht oder zu schwer waren und ob die veranschlagte Zeit passend war.
Am Ende ging die Rechnung auf: Das Spitzenteam brauchte hochkonzentriert 35 Minuten. Wer erst einmal begeistert auf die Deko achtete, brauchte bisweilen länger als die als Höchstzeit veranschlagte Stunde. Im Schnitt benötigten die Teilnehmenden rund 45 Minuten.
Für Escape-Room-Profis waren die Rätsel gut lösbar, wer sich wegen des Themas ‚Brinkhaus‘ erstmals an einen Escape-Room getraut hatte, brauchte etwas länger.
Beide Gruppen aber waren angetan von der Lost Place Atmosphäre. So wie Rita Niemerg, die sich im Freundeskreis der Aufgabe gestellt hatte, äußerten sich eigentlich alle Teilnehmer: „Es war auf jeden Fall ein toller Einblick in die Arbeit der Firma Brinkhaus. Der ‚Lostplace‘ war eine reizvolle Atmosphäre. Alles in allem auf jeden Fall eine runde, spannende und schöne Aktion.“
Zum Ende der Arbeit für den scheidenden Bürgerbeirat zur Entwicklung des Brinkhaus-Geländes hat jetzt eine abschließende Beteiligung stattgefunden. Mit dem neu gewählten Jugendparlament hat zudem eine Besichtigung der Industriebrache stattgefunden. Dadurch haben beide Beteiligungsgremien einen Einblick in die aktuelle Entwicklung und zukünftige Nutzungsmöglichkeiten des Areals erhalten.
Die Mitglieder des neuen Jugendparlaments nutzten die Gelegenheit, sich mit einem der wichtigsten städtebaulichen Projekte der kommenden Jahre in Warendorf vertraut zu machen und brachten auch direkt neue Ideen mit ein. Für den auslaufenden Bürgerbeirat war es zugleich ein symbolischer Abschluss der bisherigen Beteiligungsarbeit. Den Mitgliedern wurde erläutert, wie ihre Anregungen in die bisherigen Planungen aufgenommen wurden (Bsp. Gastronomie am Park).
Die Stadtverwaltung dankt dem Bürgerbeirat für das geleistete Engagement und freut sich auf die frischen Perspektiven des neuen Jugendparlaments. Bürgerbeirat und Jugendparlament haben eine zentrale Rolle bei der Öffentlichkeitsbeteiligung im Verfahren zur Konkretisierung des Entwurfes getragen. Sobald der Entwurf fertig und vom Rat beschlossen ist, dient er als Grundlage für einen später noch aufzustellenden Bebauungsplan.
Die vormals 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bürgerbeirates zur Begleitung des städtebaulichen Wettbewerbs für die Industriebrache Brinkhaus waren Ende 2023 gelost worden.
Auch für die Hallen 6 und 7 der ehemaligen Weberei ist der Abriss in 2025 geplant.
Die Weberei Süd (Halle 7) wurde bereits 1916 gebaut. Die Weberei Nord (Halle 6) wurde 1949 zur Erweiterung der Produktion angebaut. In den Hallen standen die Webstühle eng nebeneinander und webten bis zu 50m lange Stoffbahnen.
Die Vorbereitungen für den Abriss der Halle 4 starten im August. Die Halle wurde 1955 gebaut und in ihr waren die „Schlichterei“ und „Färberei“ untergebracht. Hier wurde das Garn durch Kochen mit Kartoffelstärke haltbar gemacht ("geschlichtet"). Danach wurde das Garn eingefärbt und in der Weberei beispielsweise zu Bettdecken weiterverarbeitet.
Derzeit läuft die Ausschreibung der Abrissarbeiten von einigen der maroden Hallen auf dem Brinkhaus-Gelände. Der Abriss ist ab August geplant.
Wir legen den Blick in Hallen frei: was war während der Produktion der Firma Brinkhaus in der Halle untergebracht? Wie sah es vor der Aufräumaktion darin aus?
Halle 2 wurde 1969 zur Lagerung der Bettwaren und für den Versand gebaut und bis in das Jahr 1980 immer wieder erweitert und angepasst. Im sichtbar hohen Teil der Halle war ein fünfgeschossiges Stahlregal zur Lagerung untergebracht. Im Erdgeschoss erfolgte der Warenversand.

In den vergangenen Tagen waren Bürgermeister Peter Horstmann und der städtische Baudirektor Peter Pesch auf zwei bedeutenden Fachmessen der Immobilien- und Stadtentwicklungsszene: der polis Convention in Düsseldorf und der Real Estate Arena in Hannover. Ziel der Besuche war es, das Brinkhaus-Gelände in Warendorf als attraktive Entwicklungsfläche zu präsentieren und Kontakte mit potenziellen Investoren und Projektentwicklern zu knüpfen für die Neugestaltung des Areals zu gewinnen.
Die Aufräumarbeiten der Außenflächen auf dem Brinkhaus-Gelände sind abgeschlossen. Derzeit laufen noch die Arbeiten in einigen der ehemaligen Fabrikhallen. Diese werden nach und nach in einen besenreinen Zustand versetzt. Der Unrat wird von der beauftragten Firma fachgerecht entsorgt.
Damit sind die Vorbereitungen für den in diesem Jahr geplanten Abriss einiger Hallen abgeschlossen. Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren, um eine Firma mit dem Abriss zu beauftragen.

Mitte Mai startete der “Blick über den Zaun" auf das Brinkhaus-Gelände. Was passiert dort aktuell? Auf diesen Seiten und auf Instagram @stadtwarendorf bleiben Sie auf dem Laufenden.

Aus 28 Entwürfen wurden die Sieger des diesjährigen Urban Mining Student Awards ausgewählt. Aufgabenstellung war die Umnutzung von drei bestehenden Hallen mit einem Entwurfskonzept und baukonstruktiven Lösungsansätzen zur Veränderung zu entwickeln. Dabei Stand der Umbau des Bestands unter Wiederverwendung lokaler Materialien im Fokus. Der leitende Baudirektor der Stadt Warendorf berichtet aus dem Preisgericht, dass er aus den Arbeiten verschiedene Denkanstöße mitgenommen habe, wie vorhandene Gebäude und Materialien noch stärker als bisher seitens der Stadt Warendorf mitgedacht und im Rahmen der weiteren Entwicklung des Geländes weiter bzw. wieder genutzt werden können. „Die Impulse aus dem Wettbewerb werden wir auf- und in kommende Gespräche mit Partnern für die Entwicklung der Industriebrache Brinkhaus mitnehmen“, so Pesch.
Die Siegerteams kommen von der Hochschule Koblenz, der Bergischen Universität Wuppertal, der Hochschule Trier und der Berliner Hochschule für Technik. Hier geht es zu den Preisträgern und den Siegerentwürfen auf der Internetseite des Urban Mining Student Awards.
Weiterführende Infos in der Pressemeldung.
In seiner Sitzung vom 10.04.25 hat der Rat der Stadt Warendorf den Siegerentwurf zur Weiterentwicklung des Brinkhaus-Geländes mit vielen Detail-Entscheidungen verfeinert:
- für die Reisbushaltestelle soll ein anderer Standort bzw. eine andere Lösung gefunden werden.
- die Quabbe-Brücke soll in der Flucht der Fuß- und Radwegeverbindung ausgerichtet werden.
- auf der östlichsten Fläche nördlich der Erschließungsstraße zu der Bestandswohnbebauung am Breuelweg soll ein weiteren Baukörper entstehen
- auf der nördlich an den Stadtplatz angrenzenden Fläche der „Mobility-Cube“ entstehen soll. Hierfür soll das Bestandsgebäude am Stadtplatz (Halle Nr. 9) zugunsten eines Neubaus abgerissen werden.
- die Höhe eines Neubaus des Mobility-Cubes wird sich an der Gebäudehöhe des Verwaltungsgebäudes mit der unter Denkmalschutz stehenden Fassade orientieren. Dadurch können in diesem Neubau ca. 200 Stellplätze realisiert werden. Bei diesen Stellplätzen handelt es sich um keine allgemein der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellten Parkmöglichkeiten, sondern ausschließlich um Bedarfsstellplätze für die Nutzerinnen und Nutzer des Quartiers. Eine Zuteilung auf die verschiedenen Nutzungen erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die konkreten Nutzungen für das Brinkhausgelände geklärt sind.
- die museale Aufbereitung und dauerhafte Ausstellung von Textilspuren der Firma Brinkhaus in einem Gebäude soll aufgrund eines fehlenden Betreibers nicht länger verfolgt werden. Die Textilgeschichte soll in Form von Textilspuren im öffentlichen Raum und als ergänzendes Thema in anderen genutzten Gebäuden (wie Gastronomie oder Hotel) mitgedacht werden.
- die eingeschossige Sheddach-Halle (Halle 6) wird zugunsten eines Neubaus abgerissen.
- eine Entscheidung über die zukünftige Nutzung von Pförtnerhaus und Wagenhalle wird zum jetzigen Zeitpunkt zurückgestellt.
Der Rat hat die weiterentwickelte und vereinfachte Darstellung des Wettbewerbsbeitrages in seiner Grundkonzeption beschlossen. Die Verwaltung wird damit beauftragt, diesen Entwurf unter Beteiligung des Jugendparlaments und des Bürgerinnen- und Bürgerbeirats weiter auszuarbeiten und parallel erste Gespräche mit potenziellen Projektpartnern für die spätere Umsetzung zu führen.
Im Vorfeld der anstehenden Abriss- und Sanierungsarbeiten auf dem Brinkhaus-Gelände hat die Stadt frühzeitig Ersatzquartiere für Fledermäuse und Vögel geschaffen. Insgesamt wurden 25 Sommer- und Winterquartiere für Fledermäuse sowie sechs Nistkästen für Stare und den Waldkauz angebracht.
Eine über knapp drei Jahre durchgeführte Artenschutzprüfung hatte auf dem Gelände Vorkommen der Zwergfledermaus, der Rauhautfledermaus und des Braunen Langohrs nachgewiesen. Um diesen Arten geeignete Rückzugsorte zu bieten, werden ab sofort verschiedene Quartiere für Sommer und Winter angeboten. Die Fassadenkästen für das Braune Langohr wurden dabei farblich angepasst und an der denkmalgeschützten Fassade des Verwaltungsgebäudes angebracht. Zudem wurden Nistkästen für die Vogelarten Star und Waldkauz an den Bäumen angebracht, da die Vögel das Gebiet voraussichtlich als Fortpflanzungs- und Ruhehabitat nutzen. Die Auswahl der Standorte erfolgte in enger Abstimmung mit dem Artenschutzprüfer, während die Anbringung durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes übernommen wurde. Mit diesen Maßnahmen trägt die Stadt aktiv zum Schutz bedrohter Tierarten bei und sorgt dafür, dass sie auch während der Bauarbeiten geeignete Lebensräume vorfinden.

Die Pläne für ein Kino auf dem Brinkhaus-Gelände durch den Betreiber des Scala-Kinos in Warendorf, Johannes Austermann, werden nicht weiterverfolgt. Die Projektidee wurde bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt eng von der Verwaltung begleitet. In intensiven Gesprächen wurden mögliche Rahmenbedingungen miteinander abgestimmt, um den Investor bei seinen Planungen bestmöglich zu unterstützen. Trotz sorgfältiger Planung wird Johannes Austermann eine Umsetzung des Projekts nun jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiterverfolgen.
Mit dem durchgeführten Wettbewerb wurde ein erster Schritt für die zukünftige Entwicklung des Brinkhaus-Geländes gelegt. Der dort ermittelte Siegerentwurf (hier ist der Sieger-Präsentationsplan anzuschauen) kann aber nur als Vorentwurf verstanden werden. Aktuell wird er zusammen mit dem siegreichen Stadtplanungs- sowie Landschaftsarchitekturbüro weiter ausgearbeitet. Zusätzlich werden noch die Empfehlungen des Preisgerichts, des Bürgerinnen- und Bürgerbeirats und auch die des Jugendparlaments berücksichtigt. (>Die Empfehlungen sind hier bei der Übersicht über das Wettbewerbsverfahren nachzulesen.) Auch die Ergebnisse aus der politischen Beratung fließen in die weitere Entwurfsbearbeitung mit ein.
Ziel ist es, den Entwurf soweit mit allen Beteiligten abzustimmen, dass er als Grundlage für den späteren Bebauungsplan dienen kann.
Parallel müssen Fördergelder für die weitere Umsetzung beantragt werden, beispielsweise für die Vergrößerung des Emsseeparks, für den neuen Stadtplatz und die neuen Fuß- und Radwege. Gleichzeitig müssen Partner gefunden werden, die zum Beispiel in den Beherbergungsbetrieb oder in andere zu planende Gebäude investieren.

In diesem Jahr startet der Abriss der ersten, auch zukünftig nicht nutzbaren Gebäude auf dem ehemaligen Brinkhaus-Gelände.
Dafür sind nach dem Ratsbeschluss am 19.12. knapp 1 Mio € im Haushaltsplan 2025 angesetzt. Die Rückbauarbeiten werden oberhalb der Bodenplatte durchgeführt. Zu den Neubauarbeiten bzw. Landschaftsbauarbeiten findet dann die sogenannte Tiefenenttrümmerung (Fundamente und Bodenplatte) statt. Die Abrissarbeiten schaffen nicht nur Platz für die zukünftige Erweiterung des Emsseeparks sondern geben auch ausreichend Raum für die anstehenden Arbeiten der Neuen Ems.






























































































